Presse
14.10.2019, 12:36 Uhr | Erhard Lehmann
Verbrennungsmotor weiterhin notwendig
Der CDU-Arbeitskreis "Energie und Umwelt" befasst sich mit Maßnahmen zum Umstieg auf CO2-neutrale Energiearten
 

Der CDU-Arbeitskreis „Energie und Umwelt“ befasste sich mit den bisher erfolgten Kabinettsbeschlüssen zum Klimagipfel, die zum Großteil gutgeheißen wurden. Dringend notwendig ist jedoch, dass umgehend die Erarbeitung eines „Fahrplans“ erfolgt, mit welchen technischen Maßnahmen  der Umstieg von der fossilen Energieerzeugung zu CO2-neutralen Energiearten geschehen soll. Die Autoindustrie z.B. hat nur geringe technische Möglichkeiten, den CO2-Ausstoß der heutigen Verbrennungsmotoren zu senken, da dieser von der Menge des „verbrannten“ Treibstoffs abhängt und damit wesentlich von der Hubraumgröße. Als Ausweg wird das Elektroauto (E-Auto) empfohlen, was aber nur wirksam wird, wenn der dafür benötigte elektrische Strom völlig regenerativ erzeugt wird, was bisher nur etwa zur Hälfte erfolgt, und viele Elektroautos gekauft werden. Als Ausweg ist das E-Auto eigentlich nur für den PKW, kleinere Lieferfahrzeuge, Busse im innerstädtischen Verkehr … geeignet, nicht jedoch für große LKW, Reisebusse, Schiffe, Flugzeuge …, da für die weiten Entfernungen und die großen zu befördernden Lasten riesige Batteriemengen mit daraus resultierendem großem Gewicht nötig wären.
Gibt es eine Alternative? Sie liegt in einer neuen Art von Verbrennungsmotoren, die nicht mehr mit fossilen Kraftstoffen angetrieben werden, sondern mit synthetischen Kraftstoffen, die beim „Verbrennen“ nur so viel CO2 an die Luft abgeben, wie bei ihrer Herstellung der Luft entnommen wurde, sie sind damit CO2-neutral.
Diese synthetischen Kraftstoffe (E-Kraftstoffe) können gasförmig sein, z.B. E-Methan, das in Gasmotoren zum Einsatz käme, seit vielen Jahren in Erdgasfahrzeugen erfolgreich eingesetzt. Ein Vertriebsnetz wäre durch das seit Jahren in vielen Ländern bestehende Erdgasnetz bereits vorhanden, in dem auch elektrische Energie nach Umwandlung in E-Methan gespeichert werden könnte (die Zahl der bisherigen 850 Erdgastankstellen in Deutschland hätte allerdings schon längst erhöht werden müssen).
E-Methanol könnte wie Benzin als flüssiger Treibstoff im bestehenden Tankstellennetz gehandhabt werden. Kerosin,  der Treibstoff für Flugzeugtriebwerke, kann ebenfalls synthetisch als E-Kerosin hergestellt werden und wird in geringen Mengen bereits jetzt aus Biogas gewonnen (Biogas besteht zu 40 bis 75% aus Methan und zu 25 bis 55% aus CO2).
Für den Ausstieg aus Kernenergie und Kohle ist es zwingend notwendig, die dadurch wegfallende Strommenge so rasch wie möglich durch die gleiche Menge mit Windstrom und Photovoltaik erzeugtem regenerativem Strom zu ersetzen, plus dem Strombedarf für die E-Autos und die Erzeugung von E-Wasserstoff und dessen Weiterverarbeitung zu E-Methan, E-Methanol, E-Kerosin, um die CO2-Neutralität bis spätestens 2050 zu erreichen.

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