Presse
09.11.2019, 00:44 Uhr | Erhard Lehmann
Senioren-Union besichtigt Produktion von Feuerwehrfahrzeugen bei Firma Ziegler
 
Der Besuch der Senioren-Union in Giengen bei Fa. Ziegler stand unter dem Thema „Brandschutz“. Herr Dietmar Rochau führte die 45 Teilnehmer durch den Betrieb und gab interessante Informationen: 1891 wurde der Familienbetrieb als Schlauchweberei gegründet. Hanffasern bildeten den Rohstoff für die Schläuche, die damals schon an Feuerwehren geliefert wurden. Zur Fabrik gehörte auch eine Landwirtschaft, die Getreide, Kartoffeln und Gemüse für die Werkskantine produzierte. Nach dem 2.Weltkrieg erfolgte eine rasante Aufwärtsentwicklung. 1953 wurde die Herstellung von Feuerwehr-Fahrzeugen ins Programm aufgenommen, von mehreren Pumpensorten und einer Massenproduktion von verschiedenen Schlauchgrößen. Rohmaterial für die Schläuche sind heute Kunststofffäden, die auf mehreren Maschinen – zur Zeit im Zweischichtbetrieb – verwoben werden, die Jahresproduktion liegt bei 1 000km, wenn man alle Schläuche aneinanderlegen würde. Die Firma hat im Laufe der Jahre mehrere Neukonstruktionen entwickelt und dafür Patente erworben.
Seit 2013 ist der ehemalige Familienbetrieb in Form einer GmbH mit 1 600 Mitarbeitern im Eigentum einer chinesischen Investorengruppe, die 60 000 Menschen beschäftigt. Rund 200 individuell nach den Kundenwünschen gebauten Feuerwehrfahrzeugen verlassen pro Jahr nach 15 bis 16monatiger Bauzeit das Werk, sowie ca. 3 500 Kreiselpumpen. Kleinere Fahrzeuge kosten rund 150 000 Euro, die größeren je nach Ausrüstung 300 000 bis 500 000 Euro und die ganz großen Flughafenfeuerlöschzüge liegen in der Preisklasse ab 1,5 Millionen Euro.
Der Rundgang durch die Fertigungsanlagen begann in einem Raum mit 2 „Oldtimern“, einem Opel Blitz und einem Borgward mit Heckpumpe. Laut ging es in der Schlauchweberei zu, das Gusslager für die nicht selbst hergestellten und deshalb zugekauften Gussteile aus Alu-Legierungen vor allem für die Pumpen war sehr eindrucksvoll. Interessant war die Aufbauabteilung, wo die Aluminiumteile für die Fahrzeugkabinen zusammengeschraubt oder verklebt werden und ganz besonders imposant der Bereich, wo die Innenausrüstung der Fahrzeuge stattfindet. Denn die Feuerwehr hat neben der Brandbekämpfung immer mehr die Aufgabe, Menschen aus Unfallfahrzeugen zu befreien und ausgelaufenes Öl, Kraftstoffe und Chemikalien zu binden. Deutlich wurde dabei, welch wichtigen Dienst die Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen für unsere Gesellschaft leisten und wie notwendig es ist, dass die Feuerwehr mit dem modernsten Gerät ausgerüstet sein muss. Ein gemütliches Beisammensein schloss den sehr informativen Nachmittag ab mit herzlichem Dank an Rolf und Helga Geiger für die intensive Vorbereitung.
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