Presse
06.12.2019, 16:43 Uhr | Erhard Lehmann
"Grüner" Strom und "grüner" Wasserstoff
 
Der Arbeitskreis „Energie und Umwelt“ der CDU Heidenheim beschäftigte sich mit der Zukunftsvision „Wasserstoff als Ersatzenergie“ für kohlenstoffhaltige Energieträger. Vorsitzender Erhard Lehmann erläuterte verschiedene Zusammenhänge unter dem Aspekt, was technisch, chemisch und physikalisch nach unserem heutigen Kenntnisstand möglich ist. Seit Jahrzehnten wird Wasserstoff  in großen Mengen vor allem für die chemische Industrie aus Erdgas hergestellt, jährlich weltweit mehr als 500 Milliarden Kubikmeter. Das Methan im Erdgas, eine Verbindung aus Kohlenstoff und Wasserstoff ( CH4 ) wird  in einem chemischen Verfahren gespalten in Wasserstoff ( H2 ) und Kohlemonoxid ( CO ) bzw. in Kohlendioxid ( CO2 ), das zumeist in die Luft abgegeben wird. Ein auf diese Weise in Zukunft weiterhin hergestellter Wasserstoff wäre folglich für das Klima keine nachhaltige Lösung. Die zweite Wasserstoff-Herstellungsart ist seit Jahrzehnten erprobt, wird aber bisher nur in geringem Maß angewandt. Elektrischer Gleichstrom zerlegt Wasser – bei der Hochtemperaturelektrolyse ist es Wasserdampf – in Wasserstoff ( H2 ) und Sauerstoff ( O ). Diese elektrolytische Herstellung von Wasserstoff ist neben sonstigen Verfahren verfahrenstechnisch das einfachste Verfahren zur Erzeugung von Wasserstoff, allerdings nur dann, wenn der benötigte Strom nicht z.B. aus Kohlekraftwerken kommt, sondern durch Wind-und Wasserkraft, Photovoltaik oder Biogasanlagen regenerativ erzeugt wurde („grüner“ Wasserstoff). Das  Hauptproblem für die Herstellung dieses „grünen“ Wasserstoffs besteht im Moment aber darin, dass bis jetzt nur etwa 45% des in Deutschland erzeugten Stroms regenerativ ist. Deshalb muss dringend der Bau von Windkraft-und Photovoltaikanlagen wieder angekurbelt werden, um rasch den Anteil des regenerativen Stroms zu steigern, eine Grundvoraussetzung für die Rettung des Klimas. Bis vor einem Jahr war vielen Bevölkerungskreisen die Dringlichkeit solcher Anlagen und die Notwendigkeit des „grünen“ Wasserstoffs für das Erreichen der Klimaschutzziele aus dem Pariser Abkommen nicht bewusst. Deshalb muss jetzt mit einer Informationsoffensive versucht werden, Akzeptanz und Engagement für diese regenerativen Verfahren der Strom-und Wasserstofferzeugung und der Weiterverarbeitung des „grünen“ Wasserstoffs zu gasförmigen oder flüssigen Energieträgern zu erreichen. Hierfür ist auch das Engagement der CDU-Ortsverbände und die Überzeugungsarbeit im privaten Umfeld notwendig.
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